Das Label ächt SCHWYZ verbindet Gastronomie-Erlebnisse


Man ist, was man isst.
Im Interview erzählt Barbara Elsener, Projektleiterin by Schwyz Tourismus was es mit «ächtSCHWYZ» auf sich hat und warum es sich lohnt den Schwyzer in sich zu entdecken.

Sie betreuen als Projektleiterin bei Schwyz Tourismus «ächtSchwyz». Was ist das?

Barbara Elsener: Hafechabis, Saucegummel, Suurä Mockä oder Schwyzer Batze – traditionelle Schwyzer Rezepte wie diese stehen seit dem Sommer 2015 wieder auf den Speisekarten ausgewählter Schwyzer Restaurants. Kleine Dorfbeizen, gemütliche Berggasthäuser, aber auch grosse Gourmet-Restaurants, verteilt über den ganzen Kanton, ermöglichen den Gästen, die Schwyzer Küche neu zu entdecken oder kennenzulernen. Sie kochen die Gerichte traditionell oder verwöhnen den Gaumen mit modernen Interpretationen. Die authentischen Gastronomie-Erlebnisse verbindet ein Label: «ächtSCHWYZ».

Wie entstand dieses Gastroprojekt?

«ächtSCHWYZ» ist aus dem Impulsprogramm «Enjoy Schwyz» geboren. Dieses lief 2013 bis 2015 und hatte zum Ziel, den Tourismus im Kanton Schwyz nachhaltig zu stärken und Positionierungen zu schärfen. Zu diesem Zweck wurden bis heute drei Projekte unter dem Dachthema «Freiheit» umgesetzt. «Enjoy Schwyz» war ein Projekt der Neuen Regionalpolitik (NRP) und wurde von Kanton und Bund entsprechend unterstützt.

Welches sind die gemeinsamen Ziele?

Den Kooperationsgedanken zu stärken. Bessere Möglichkeiten der Kommunikation durch Positionierung und Bündelung des Angebotes zu schaffen. Das einheimische Gewerbe (Lebensmittel, Landwirtschaft, Gastronomie, Tourismus) zu stützen. Und selbstverständlich auch dem Gast, ob einheimisch oder auswärtig ein kompletteres, besseres Erlebnis zu bieten. Die Schlusskonsequenz ist eine verbesserte Wertschöpfung und ein «Miteinander-Erfolgserlebnis» für alle Beteiligten und Nutzniesser.

Heinz Brassel, Küchenchef des Hotels SEEDAMM PLAZA hat vom Rezeptbüchlein erzählt …

Schwyz Tourismus setzt das Genussprojekt in Zusammenarbeit mit GastroSchwyz um. Bereits ist die 2. Auflage des beliebten Rezeptbüchleins vergriffen. Auf der Website www.aecht-schwyz.ch findet der interessierte Betrachter beispielsweise eine interaktive Übersichtskarte mit allen beteiligten Betrieben und deren aktuellen «ächtSCHWYZerischen» Gerichten sowie auch die Rezepte zum selber Nachkochen und die Möglichkeit, Geschenkgutscheine zu bestellen.

Wie viele Gastrobetriebe machen mit?

Bis zum jetzigen Zeitpunkt sind es 25 Betriebe, verstreut über den ganzen Kanton, vier bis fünf weitere sind gerade in der Pipeline. Die Zahl steigt kontinuierlich mit dem Bekanntheitsgrad des Projektes und dem sich schnell einstellenden Erfolg der Betriebe.

Wie wird «ächtSCHWYZ» vermarktet?

Partner des Projekts sind die kantonale Tourismus DMO, Schwyz Tourismus und GastroSCHWYZ, der kantonale Verband der Gastrobetriebe mit total über 450 Mitgliedern. Selbstverständlich wird das Projekt aber auch über die touristischen Kanäle wie Luzern-Vierwaldstättersee überregional und bis zu Schweiz Tourismus national und international bekannt gemacht und vermarktet. Da das Budget bescheiden ist, wurde im ersten Halbjahr erst einmal mit dem Neuheitsaspekt medial gearbeitet. Das heisst beispielsweise mit Web-Einträgen auf sämtlichen elf touristischen Partnersites von Schwyz Tourismus, auf GastroSCHWYZ.ch, mit Medieninformationen und PR, sowie Newslettern, Social Media, auch mit einem doppelseitigen Erfahrungsbericht eines Mitmachbetriebes im eigenen Magazin SCHWYZ WINTER und SCHWYZ SOMMER. Zusätzlich arbeiteten wir auch mit klassischer Werbung wie Inseraten und Kleinplakaten, einem Flyer und eben dem Rezeptbüchlein sowie Werbung für die Gourmet-Gutscheine. Mediennewsletter mit dem Thema gingen bereits ins In- und Ausland.

Gibt es besondere Aktivitäten oder Events?

Special-Events und Auftritte werden genutzt für Werbung in eigener Sache. So beispielsweise auf und um die Seerose im letzten Sommer, mit einer eigenen Tavolata im Hauptort Schwyz und an diversen Tourismusmessen,  die Schwyz Tourismus jährlich besucht. Weitere Events und Aktivitäten sind im Köcher.

Wie reagieren die Schwyzer auf das Gastroprojekt?

Überall wo «ächtSCHWYZ» gelebt und gepflegt wird, stellt sich sofort sichtbarer Erfolg ein. Ebenfalls zeigen die positiven Verkaufszahlen von Gutscheinen schon in kurzer Zeit einen beachtlichen Erfolg und damit die sichtbare Nachfrage.

Ist das Projekt «ächtSCHWYZ» zeitlich begrenzt?

Nein, keinesfalls! Das Projekt ist erst im Aufbau begriffen und soll langjährig nachhaltig Wirkung zeigen für unsere Region und mit immer wieder neuen Aktivitäten und einer stets wachsenden Zahl an Mitmachbetrieben. Mitgliederwerbung passiert ebenfalls aktiv an sämtlichen Versammlungen und Anlässen der Gastrobranche. Man will hier wirklich zusammen etwas Erfolgreiches aufziehen, mit dem sich alle Mitwirkenden identifizieren können, sowie Freude und Erfolg in Aussicht stellen.

Gibt es ein Gericht aus dem Rezeptbüchlein, das sie selbst schon nachgekocht haben oder besonders gerne essen?

Ja, das eine oder andere. Selbst aufgewachsen in einem Schwyzer Gastrobetrieb, mit einem Vater, der als Küchenchef die einheimische Küche zelebrierte, kenne und liebe ich viele dieser Gerichte. In der Familie sind beispielsweise Lebkuchen, Chriesiprägel, Käseschnitte und Ofeturli sehr beliebt. Sie sind auch sehr einfach und mit wenig Zeitaufwand nachzukochen.

Mitmachen & 2 x CHF 50 «ächtSCHWYZ» Gutscheine gewinnen

Was bedeutet «ächt SCHWYZ» für Sie? Welche Events, Orte und Aktivitäten sind ächt schwyzerisch? Die originellste Nennung auf der Schwyz Toursimus Facebook Seite  gewinnt 2 ächtSCHWYZ Gutscheine im Wert von je CHF 50, die in einem der 35 ächtSCHWYZ Restaurant eingelöst werden können.

PS: «Ächt Schwyz» heisst auch: dranbleiben! Die Story rund um das Schwyzer Stübli, seine Erbauer, Geschichtsschreiber und Küche geht bald hier weiter.

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