Was Kellnerinnen denken – Teil 2

Für Flavia war schnell klar, in welche berufliche Richtung sie Ihre Segel setzt. Im Interview erzählt sie von der Freude am Beruf und dass die Ausbildung zur Restaurationsfachfrau alles andere beinhaltet als „Tellertaxi“ zu sein.

Weshalb hast du dich dafür entschieden, den Beruf der Restaurationsfachfrau zu erlernen?

Ich bin sehr gerne in Kontakt mit Menschen und wollte auf keinen Fall einen Beruf ausüben, bei dem man den ganzen Tag vor dem PC sitzt. Dank einer Berufsberatung hat sich dann herauskristallisiert, dass die Hotellerie/Gastronomie passend für mich ist. Nach einigen Schnupperlehren war für mich klar: das ist mein Beruf!

Wie stehst du zur Tatsache, dass Studenten zwar denselben Job wie du ausüben, jedoch keine Berufsbildung haben?

Für mich macht das keinen grossen Unterschied. Im Ausland zum Beispiel arbeiten sowieso viele ohne Ausbildung auf diesem Beruf.

Aber hast du deine lange Ausbildung nie in Frage gestellt deswegen? Ist diese Lehre überhaupt gerechtfertigt?

Es gibt verschiedene Ansichten bezüglich der Restaurationsfachleute. Wenn meine Eltern in Ihrem Umfeld von meiner Lehre erzählten, fielen die Reaktionen unterschiedlich aus. Es gibt eben immer solche, die denken, wir seien nur ein „Tellertaxi“. Ich sehe das eher locker und nerve mich nicht darüber.

Fehlt denjenigen, die so von Fachleuten denken das Verständnis für den Beruf?

Ich denke sie sehen nicht die Arbeit, die dahinter steckt. Ich finde es schade, wenn Berufskollegen teilweise unfair behandelt werden, beispielsweise auf Tripadvisor, wo man immer wieder krasse Feedbacks lesen kann. Vor allem in Zürich, wo es so viele tolle Restaurants gibt. Andererseits ist mir bewusst, dass sich Mitarbeiter im Frontbereich teilweise unhöflich, gar arrogant verhalten. Diesen Mitarbeitern fehlt es vermutlich an Freude und Leidenschaft.

Dann zählt also die Freundlichkeit zu den Grundvoraussetzungen? Bist du denn immer freundlich? Was ist an Tagen, an denen es dir mal nicht so gut geht?

Natürlich gibt es diese Momente. Doch ich versuche den richtigen Umgang damit zu finden und den Gast nichts spüren zu lassen. Es darf ja nicht sein, dass ich meinen Frust am Gast ablade.

Thema Zukunft: Wie geht die Reise weiter?

Ich werde bald nach Australien fliegen, um dort den Kontinent zu erkunden. Ist dieses Abenteuer einmal zu Ende, kehre ich dem Gastgewerbe bestimmt nicht den Rücken. Diese Branche gibt mir die Möglichkeit die Welt zu entdecken und Sprachen zu lernen – ich liebe Sprachen. Daher suche ich womöglich meine nächste Herausforderung im Ausland.

Und weshalb hast du dich dazu entschieden das Hotel Seedamm Plaza zum Bestandteil deiner Berufskarriere zu machen?

Via Jobbörse bin ich auf diesen tollen Betrieb gestossen. Der Teamgeist hier ist enorm stark und ich fühlte mich sofort wohl an meinem Schnuppertag. Somit war für mich schnell klar, dass ich im Seedamm Plaza, arbeiten möchte. In meiner Zeit hier als Restaurationsfachfrau konnte ich vieles dazulernen.

Flavia, vielen Dank für das Gespräch

 

Ausbildung im SEEDAMM PLAZA

Im SEEDAMM PLAZA werden jedes Jahr 3-6 Lehrlinge in diesen Berufen der Hotellerie und Gastronomie ausgebildet. Zurzeit sind es 11 Lehrlinge! Viele Ehemalige arbeiten nun in namhaften nationalen und internationalen Institutionen. Schnuppermöglichkeiten in allen Berufen stehen grundsätzlich das ganze Jahr zur Verfügung. > Informationen zur Ausbildung im SEEDAMM PLAZA.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*