Alles Pyromanen

Einmal im Jahr dürfen wir „zeuseln“!

Brandschutz_Hotel_Seedamm_Plaza

Bei der Feuerwehr Pfäffikon so richtig mit Feuer spielen und Brände löschen. Die Brandschutzübung ist für alle Mitarbeitenden obligatorisch, ganz schön actionreich wird der Notfall geübt.  

Von der Theorie zur Praxis

Selbst die Theoriestunde am Anfang ist spannend und kurzweilig. Erschreckende Zahlen über diverse Brandursachen werden von der Feuerwehr präsentiert. Eindrücklich wird per Film vorgeführt, wie schnell Feuerbrünste entstehen: wie rasch eine Spitalabteilung ausbrennt – weil ein Patient im Bett rauchte. Dass ein zum Möbellager verkommener Notausgang zur tragischen Falle wird. Wie oft Unachtsamkeiten zu Katastrophen führen. Zum x-ten Male besuche ich diese obligatorische Schulung – und es macht durchaus immer wieder Sinn.

Feuer gefangen

Und abgesehen von der ernsthaften Seite der Schulung, macht das Feuertraining auch immer wieder Spass. Wer anfangs noch etwas zögernd Richtung Löschplatz marschiert, fängt bald Feuer. Denn hier wird für einmal ganz offiziell angezündet und grosszügig gelöscht. In der Praxis lernen wir mit den richtigen Löschmethoden umzugehen. Eindrücklich wird demonstriert wie schlimm falsche Anwendungen sein können.

Eine brennende Fritteuse oder Bratpfanne, inklusive heissem Öl, mit Wasser zu löschen, erscheint im ersten Moment vielleicht eine effiziente Lösung zu sein. Die Bilanz daraus ist aber fürchterlich für Mensch und Umfeld. Ebenso bei brennendem Wachs. Eine überhitze Spraydose detoniert wie eine Handgranate. Heisse elektronische Geräte entflammen sich schneller als eine ganze Feuerwerksbatterie. Und wer seine Dessous am Heizkörper trocknet, muss im schlimmsten Fall mit feurigen Konsequenzen rechnen.

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Gut gelöscht ist viel gewonnen

Klar, gelöscht ist gelöscht. Wer aber im richtigen Moment auch das richtige Löschgerät zur Hand hat, kann Folgeschäden vermeiden. Mit einer sachgerecht verwendeten Löschdecke werden kleinere Brände umgehend getilgt. Ohne dabei die ganze Küche unter Wasser oder unter Schaum zu setzen. Bei Computer- oder gar Serverbränden ist es hingegen sinnvoll Kohlendioxid-Handfeuerlöscher einzusetzen. In erster Linie wird damit der Sauerstoff erstickt und wo keine Luft ist, ist auch kein Feuer.

Und so werden wir Schritt für Schritt angewiesen und sammeln Eindrücke und Erfahrungen. Wir löschen, ersticken, schäumen, dämmen.

Sicherheit als oberstes Gebot

Unser Haus ist nach allen Vorschriften und Regeln bestens ausgestattet. Die zahlreichen Notausgänge sind auffällig markiert. Wir lernen wo die nächste Löschstation steht und mit welchen Mitteln sie bestückt ist. Wo der nächste Handmelder in die Wand eingelassen ist.

In nächtlichen Stunden haben Lausbuben aus reinem Gwunder schon mal gedrückt und die Feuerwehr fuhr in Kürze vor das Haus. Ja, wir haben sozusagen einen direkten Draht zur Feuerwehr. Werden die Alarme nicht rechtzeitig quittiert, rückt der Löschzug umgehend an.

Hoffen wir, dass wir den Ernstfall nie wirklich üben müssen, falls es aber so ist, heisst es ganz klar:

  • Fenster und Türen beim Brandherd schliessen
  • alarmieren, Handmelder auslösen und/oder Tel 118 und zwar sofort
  • retten – Gäste und Mitarbeitende, alles andere ist ersetzbar
  • Treffpunkt Parkplatz P1 (grosser Platz Richtung Rapperswil)
  • Keine Aufzüge benützen
  • und erst dann versuchen zu löschen
  • Anweisungen und Informationen strengsten befolgen

Im SEEDAMM PLAZA ist guter Brandschutz keine Glückssache!

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